Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Vzbv verklagt Lidl wegen mangelnder Datentransparenz
Der Verbraucherzentrale-Bundesverband verklagt laut SWR.de den Discounter Lidl wegen mangelnder Aufklärung über den wahren Preis seiner Rabatt-App: persönliche Daten. Die Verbraucherschützer bemängelten, Kunden würden nicht ausreichend darüber informiert, dass sie für die Benutzung Handynummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und detaillierte Einkaufsdaten preisgeben müssten. Das Oberlandesgericht bezweifle eine Verbrauchertäuschung, da Lidl nicht offensiv mit kostenlosen Diensten werbe. Eine außergerichtliche Einigung sei gescheitert. Das Urteil werde am 23. September verkündet, der Rechtsstreit dürfte danach mehrere Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof beschäftigen.
GLS folgt DHL mit Black-Week-Aufpreis
GLS erhebt vom 24. November bis 5. Dezember einen Black-Week-Zuschlag nach DHL-Vorbild, berichtet Onlinehaendler-News.de. Der Paketdienst begründe dies mit außergewöhnlich hohen Sendungsvolumen während der Schnäppchentage, die umfassende Zusatzmaßnahmen erfordern würden: Sonderschichten, zusätzliche Transportmittel und temporäre Infrastrukturerweiterungen seien nötig, um die Paketflut zu bewältigen. Der GLS-Aufpreis falle laut Sellerforum „deutlich“ geringer aus als DHLs 50 Cent je Paket; konkrete Zahlen jedoch würden fehlen.
Regierung darf ihre Facebook-Fanseite behalten
Das Verwaltungsgericht Köln erlaubt der Bundesregierung den Weiterbetrieb ihrer Facebook-Fanseite, berichtet Heise.de. Die Richter folgten der Argumentation, dass ausschließlich Facebook für die Datenverarbeitung verantwortlich sei. Eine separate Cookie-Einwilligung durch das Bundespresseamt sei daher überflüssig. Bundesdatenschutzbeauftragte Kelber hatte den Betrieb im Februar 2023 untersagt, weil er das Amt als mitverantwortlich ansah. Die aktuelle Beauftragte Specht-Riemenschneider prüft nun eine Berufung gegen das wegweisende Urteil.
Statistisches Bundesamt vermisst den Durchschnittsdeutschen
Das Statistische Bundesamt lanciert eine umfassende Sonderseite zum Durchschnittsmenschen in Deutschland. Der typische Deutsche sei 44,9 Jahre alt, 1,73 Meter groß und wiege 77,7 Kilogramm. Er lebe in einem Zweipersonenhaushalt und bewohne eine 94,4 Quadratmeter große Wohnung für 7,28 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Bei Vollzeitbeschäftigung arbeite er 40,2 Wochenstunden und verdiene 4.634 Euro brutto monatlich. Die Plattform beleuchtet weitere Lebensbereiche von der Studienzeit bis hin zum Renteneintritt mit 64,7 Jahren.
HANDEL INTERNATIONAL
Boohooman bündelt 563 Labels in neuem Online-Marktplatz
Boohooman startet laut Drapersonline.com den Online-Marktplatz „Brand Locker“ mit über 500 neuen Marken. Die Plattform bündle somit 563 Labels aus Streetwear, Activewear und Fitness-Equipment zu einem „digitalen Umkleideraum“ für moderne Männer. Boohooman existiert seit 2016 als eigenständige Website, damals nannte sich die Debenhams Group noch Boohoo Group.
Google steigt in den Retail-Media-Markt ein
Google drängt mit der neuen „Commerce Media Suite“ verstärkt in den wachsenden Retail-Media-Markt, berichtet Storyboard18.com. Die neuen KI-gestützten Tools würden sich über „Search Ads 360“, „Display & Video 360“ und Google Ads erstrecken. Eine Partnerschaft mit Roundel ermögliche erstmals die Messung von Online-, App- und Offline-Verkaufsdaten innerhalb von Performance-Max-Kampagnen. Besonders bemerkenswert sei mit „Display & Video 360“ die Integration von Retail Media auf Youtube, wodurch zusätzliche Reichweite für Werbekampagnen erzielbar wäre.
Italien verklagt Tech-Riesen wegen Daten-Mehrwertsteuer
Italien verklagt Meta, X und LinkedIn wegen einer Mehrwertsteuer-Forderung von über einer Mrd. Euro, meldet Reuters.com. Die Steuerbehörden argumentierten, kostenlose Nutzer-Registrierungen stellten steuerpflichtige Transaktionen dar, da persönliche Daten gegen den Kontozugang getauscht würden. Meta widersprach dieser Interpretation vehement und reichte gemeinsam mit den anderen Konzernen Berufung ein. Dieser neue steuerrechtliche Ansatz könnte sämtliche Unternehmen treffen, die kostenlose Services gegen Datenpreisgabe anbieten. Italien plane bereits, die EU-Kommission um eine Stellungnahme zu bitten, deren Bewertung über das Schicksal eines wahrscheinlich jahrelangen Verfahrens entscheiden könnte.Print-
on-Demand-Markt verdoppelt sich bis 2030
Der globale Print-on-Demand-App-Markt erreiche bis 2030 ein Volumen von 11,3 Mrd. Dollar und wachse damit von 5,2 Mrd. Dollar im Jahr 2024 um jährlich 13,6 Prozent, berichtet Streetwisejournal.com. Der Trend zur Personalisierung und der Boom des Online-Handels befeuerten diese Entwicklung besonders. POD-Apps ermöglichten Online-Händlern den Verkauf individualisierter Produkte ohne Lagerhaltung, wodurch Risiken und Kosten drastisch sänken. Kleinunternehmen, Influencer und kreative Unternehmer profitierten am stärksten von dieser inventarlosen Geschäftsstrategie, die auch nahtlos mit Shopify, Etsy oder Woocommerce funktioniere.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Wo Communitys die Influencer ablösen
Community Marketing wird in den nächsten Monaten und Jahren das nächste große Ding im E-Commerce und in der Marketing-Welt sein, schreibt Marilyn Repp aus dem Etailment.de-Expertenrat in ihrem Beitrag auf Etailment.de. Es reagiere auf eine Reihe gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen und mache sie produktiv für Marken nutzbar.
Werbung: Youtube genauso effektiv wie Fernsehen
Youtube-Werbung löst genauso häufig Käufe aus wie klassische Fernsehwerbung – beide erreichen 33 Prozent Reaktionen, zitiert Lebensmittelzeitung.net eine Studie von Per, dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung und Toluna. Bei der Generation Z würde nur Instagram (57 Prozent Kaufreaktionen) Youtube übertreffen. Bei den 30- bis 44-Jährigen folgt auf Youtube (49 Prozent) direkt Facebook mit 48 Prozent. Während sich also junge Nutzer intensiv auf Instagram tummelten – 53 Prozent konsumieren Beiträge, 24 Prozent folgen Influencern –, bevorzugten ältere Semester Facebook. Dort hätten Influencer allerdings kaum Influence.
Googles Top-Suchergebnisse verlieren Klicks
Click-Through-Rates für Googles Top-Suchergebnis sind von 28 auf 19 Prozent gesunken, zeigt eine Studie von Growthsrc Media. Der 32-prozentige Einbruch liege am kontinuierlichen Ausbau der KI-Überblicke, die in den USA mittlerweile bei über 172.000 Keywords erschienen. Die Position zwei verliere sogar 39 Prozent ihrer Klicks. Eine weitere Bedrohung für den klassischen E-Commerce stellten außerdem die vermehrt eingesetzten Product Widgets wie beispielsweise „Beliebte Produkte“ dar, die eine Google-Shopping-Oberfläche direkt in den Suchergebnissen öffneten, statt zum Online-Shop zu dirigieren.
Sharepoint: Toolshell-Angriffe kamen wohl aus China
Chinesische Angreifer waren an Hackerattacken auf über 100 Firmennetzwerke mit Microsoft-Software beteiligt, berichtet Spiegel.de. Googles Sicherheitstochter Mandiant könne die frühesten Attacken einem chinesischen Bedrohungsakteur zuordnen. Deutschland gehöre zu den bevorzugten Zielen der sechs identifizierten Angriffswellen. Mindestens 8000 Sharepoint-Server seien verwundbar gewesen. Die „Toolshell“ getaufte Angriffsmethode erreiche ein Bedrohungspotenzial von 9,8 auf der zehnteiligen CVSS-Skala. Microsoft habe bereits am Montag Sicherheitsupdates veröffentlicht.