Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
Fließende Einkaufserlebnisse – Optimierte Omnichannel-Strategien schaffen Mehrwerte für Kunden und Unternehmen
Mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie holen Sie Ihre Kunden dort ab, wo diese einkaufen. Die dafür essenzielle ganzheitliche Sicht auf den Kunden steigert Ihre Wettbewerbsfähigkeit und lässt Sie flexibel auf die Anforderungen und Chancen von heute und morgen reagieren. Lesen Sie hier, wie Sie nahtlose Shopping-Erlebnisse schaffen, die begeistern.
HANDEL NATIONAL
Fünf Strategien für Wachstum im Handel
Mehr Kanäle, weniger Klicks, höhere Kosten: Händler und Marken, die wachsen wollen, brauchen heute mehr als gute Produkte. Maria Robinson von Airship zeigt in ihrem Gastbeitrag auf Etailment.de fünf Strategien, mit denen Retailer echte Kundennähe schaffen – und Wachstum gezielt vorantreiben. Mit Beispielen aus der Praxis.
Widerrufsbutton wird Pflicht für Online-Händler
Online-Händler müssen künftig laut Onlinehaendler-News.de einen Widerrufsbutton anbieten, kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig an. Der Widerruf solle „so einfach wie das Bestellen“ funktionieren – mit einem Klick. Die Schaltfläche müsse mit „Vertrag widerrufen“ beschriftet und während der gesamten Widerrufsfrist prominent sichtbar sein. Das Vorhaben setze EU-Vorgaben um und betreffe alle Online-Händler bei Waren, Dienstleistungen und Finanzprodukten.
Billiger.de startet Einkaufskalender für optimale Kaufzeitpunkte
Billiger.de präsentiert einen neuen Einkaufskalender, der optimale Kaufzeitpunkte für über 200 Produktkategorien aufzeigt. Das Tool basiere auf historischen Preisdaten aus 1300 Shops und analysiere 4,1 Mio. Produkte. Das zweite Halbjahr biete generell mehr Sparpotenzial als das erste, während Mai der teuerste und November der günstigste Monat sei. Ab Ende August setze ein spürbarer Preisrückgang ein, wenn Händler erste Angebote für die Rabattsaison starten würden. Online-Händler können die Preismuster nutzen, um ihre eigene Preisstrategie zu optimieren, Kampagnen gezielt zu planen und Kunden durch vorausschauende Kaufberatung langfristig zu binden.
Wirtschaftsministerin lehnt Digitalsteuer ab
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche lehnt eine Digitalsteuer für US-Tech-Konzerne wie Google oder Amazon ab, berichtet Manager-Magazin.de. Die CDU-Politikerin warne vor zusätzlichen Handelshemmnissen und wolle stattdessen die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Digitalunternehmen stärken. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte zuvor eine zehnprozentige Digitalsteuer für Internet-Plattformen gefordert und argumentiert, die Tech-Giganten sollten „Milliarden an Steuern bezahlen“. Die Bundesregierung distanzierte sich von Weimers nicht abgestimmtem Vorschlag, der angesichts laufender EU-US-Zollverhandlungen zur Unzeit komme.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazons Prime Day bringt am ersten Tag 7,9 Mrd. Dollar
Amazons erster Prime Day erzielte in den ersten 24 Stunden Online-Umsätze von 7,9 Mrd. Dollar und markierte damit den größten E-Commerce-Tag des Jahres, zitiert Cnbc.com Zahlen von Adobe Analytics. Der Umsatz sei um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und habe sogar die Thanksgiving-Verkäufe von 6,1 Mrd. Dollar übertroffen. Heim- und Outdoor-Artikel zeigten starke Nachfrage, Beauty-Produkte hingegen schwächelten zunächst. Adobe prognostiziert Gesamtumsätze von 23,8 Mrd. Dollar – das entspreche zwei Black Fridays.
Jumia lockt chinesische Händler nach Afrika
Der afrikanische Online-Marktplatz Jumia rekrutiert aktiv chinesische Verkäufer mit Plattform-Erfahrung, da Afrika zum neuen „blauen Ozean“ für grenzüberschreitenden Handel avanciere, berichtet Chinaglobalsouth.com. Linli, Jumias China-Chef, sehe Afrika als natürlichen nächsten Schritt für Händler aus Südostasien, da beide Märkte ähnliche Verbrauchermerkmale aufwiesen. Während Chinas USA-Exporte um 34,6 Prozent einbrachen, stiegen Afrika-Exporte um 33,4 Prozent. Der Kontinent biete niedrigere Eintrittsbarrieren als überfüllte südostasiatische Märkte, jedoch müssten sich Händler an durchschnittliche Bestellwerte von nur acht bis 15 Dollar anpassen.
Google zwingt Online-Händler zu radikalem SEO-Umbau
Google ersetzt laut Digitalcommerce360.com die gewohnte E-Commerce-Suche mit der „Search Generative Experience“ (SGE), die KI-gestützte Zusammenfassungen statt klassischer Link-Listen liefert. SGE belohne ausschließlich Shops mit strukturierten Daten, sauberem Schema-Markup und maschinenlesbaren Produktinformationen. Schema-Markup entwickle sich vom optischen Feature zum entscheidenden Ranking-Faktor. Die mobile Performance und Core Web Vitals (u.a. Ladegeschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit) gewännen zusätzlich an Bedeutung, da über 60 Prozent des E-Commerce-Traffics mobil erfolge. SEO verwandele sich von einer Quelle für Traffic zur direkten, digitalen Ladentheke.
Amazon-Verkäufer gründen elitäre Unternehmer-Community
Die „Million Dollar Sellers“ – begonnen als einfache Facebook-Gruppe für Verkäufer, die auf Amazon mehr als 10.000 Dollar monatlich umsetzten – entwickelt sich zu einer exklusiven Community für E-Commerce-Unternehmer mit mindestens einer Million Dollar Jahresumsatz, berichtet Businessinsider.com. Die 700 Mitglieder zahlten 7.497 Dollar jährlich für den Zugang zu Live-Events und einem Netzwerk erfolgreicher Online-Händler. Die Community verlagere ihren Fokus langsam von Amazon-zentrierten Strategien hin zu diversifizierten Ansätzen, da der E-Commerce komplexer geworden sei.
Airship launcht KI-Agenten für Marketing-Automation
Das Cross-Channel-Customer-Experience-Unternehmen Airship präsentiert vier neue KI-Agenten, die Kundenerlebnisse automatisch gestalten und optimieren sollen, meldet das Unternehmen. Der „Scene Agent“ erstelle reichhaltige Onboarding-Flows und Umfragen, während der „Experimentation Agent“ kontinuierlich A/B-Tests durchführe. Der „Recommendation Agent“ liefere konkrete Handlungsempfehlungen, der „Accessibility Agent“ sorge für Barrierefreiheit gemäß dem neuen EU-Gesetz. Alle Agenten arbeiteten eigenständig oder im Verbund und generierten markenkonforme Inhalte über den integrierten Brand Hub, so CTO Mike Herrick.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Sommerhitze beschert Online-Handel 18 Prozent Wachstum
Rekordtemperaturen und Vatertagsgeschenke treiben das E-Commerce-Volumen in Europa und Großbritannien im zweiten Quartal 2025 um 18 Prozent nach oben, berichtet Fashionunited.de. Die Hitze-Monate Mai und Juni ließen den Bruttowarenwert allein im Juni sogar um 25 Prozent steigen, ermittelte „Scurri Unpacked“ basierend auf über 200 Mio. jährlichen Sendungen. Garten- und Outdoor-Produkte verzeichneten dabei spektakuläre 48 Prozent Zuwachs, gefolgt von Haushaltswaren mit 46 Prozent. Deutschland führe das Wachstum mit 37 Prozent an.
KI-Suche wächst – der Einfluss bleibt gering
Eine aktuelle Studie von Uberall.com zeigt: 19 Prozent der Konsumenten nutzen KI-Tools wie ChatGPT und Gemini, um lokale Unternehmen zu finden. In den USA verwende bereits jeder vierte Verbraucher bevorzugt künstliche Intelligenz für die Geschäftssuche. Allerdings führten KI-Empfehlungen nur bei weniger als zehn Prozent der Befragten tatsächlich zu einem Besuch des Shops. Obwohl KI-gestützte Suche an Bedeutung gewinne, vertrauten Konsumenten weiterhin klassischen Signalen wie Bewertungen und transparenten Preisen. Experten raten Unternehmen daher, ihre lokale SEO-Strategie bereits heute für KI-optimierte Suchergebnisse anzupassen, aber dabei bewährte Vertrauenselemente nicht zu vernachlässigen.
Cyberkriminelle setzen auf billige Deepfake-Technologie
Deepfake-Technologie sei von einem Nischen-Experiment zu einer mächtigen Waffe in den Händen von Cyberkriminellen geworden, zeigt eine aktuelle Analyse von Trendmicro.com. Kriminelle könnten bereits ab fünf Dollar monatlich überzeugende gefälschte Audio- und Video-Inhalte erstellen. Besonders beunruhigend: Schon wenige Sekunden Ausgangsmaterial reichten für täuschend echte Stimmen-Replikate aus. Unternehmen seien zunehmend gefährdet, da Plattformen wie „Argil AI“ für 39 Dollar monatlich gefälschte Videos zum Beispiel von Führungskräften ermöglichten. Cloud-basierte Angebote seien in der Lage Hardware-Barrieren zu eliminieren und Echtzeit-Manipulation in Videokonferenzen zu ermöglichen.
Zwei Prozent der Unternehmen nutzen Krypto
Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen glaubt, Kryptowährungen würden in zehn Jahren Standard im Zahlungsverkehr sein, zeigt eine Bitkom-Umfrage. Dennoch nutzen bisher nur zwei Prozent Bitcoin & Co. – 86 Prozent könnten sich auch künftig keine Verwendung vorstellen. Große Konzerne zeigten sich aufgeschlossener als kleinere Betriebe. Als Haupthindernisse gälten die hohe Volatilität, Betrugsfälle und rechtliche Unsicherheiten. Paradoxerweise forderten 40 Prozent mehr politische Unterstützung für Kryptowährungen, während 61 Prozent gleichzeitig eine stärkere EU-Regulierung als in den USA wünschten.
NACHHALTIGKEIT
Otto integriert Marktplatz-Emissionen in Klimaziele
Otto entwickelt seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter und verpflichtet sich bis 2031 zu wissenschaftlich fundierten Klimazielen, berichtet das Hamburger Unternehmen. Als branchenweit einziger Online-Händler beziehe der Konzern dabei Emissionen aus dem Marktplatzgeschäft mit ein. Der CO2-Fußabdruck solle um 42 Prozent sinken. Bei Verpackungen teste Otto Versandkartons aus Paludi-Biomasse und führe recycelte Versandtüten mit QR-Code-Herkunftsnachweis ein. Eine repräsentative Studie zeige, dass 68 Prozent der Deutschen nachhaltigere Anstrengungen von Online-Händlern erwarten.