Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025
HANDEL NATIONAL
Weihnachts-Shopping bei 57 Prozent überwiegend online
Der Durchschnittsdeutsche plant, zu Weihnachten 307 Euro auszugeben, was ziemlich genau dem Vorjahr entspricht und sich zu einem Gesamtvolumen von 18,1 Mrd. Euro addiert, so die aktuelle GfK-Weihnachtsstudie. 57 Prozent der der Verbraucher shoppen überwiegend online für das Fest. Familien mit Kindern bleiben mit geplanten 439 Euro pro Person die großzügigsten Schenker. Es zeigt sich ein deutlicher Trend zu Erlebnisgeschenken: Restaurantgutscheine (39 Prozent), Veranstaltungstickets (42 Prozent) und Reisen (39 Prozent) verzeichnen deutliche Zuwächse.
Wirtschaft in Dauerkrise
Die deutsche Wirtschaft steckt weiter in der Krise fest, wie der aktuelle Konjunkturindex des DIW Berlin mit einem Rückgang auf 83,7 Punkte im November zeigt. Besonders die Industrie leidet unter der schwachen Auftragslage – die Kapazitätsauslastung erreicht außerhalb der Corona-Zeit den tiefsten Stand seit der Finanzkrise. Die innenpolitischen Unsicherheiten durch die Minderheitsregierung und außenpolitische Spannungen nach der US-Präsidentschaftswahl belasten die Lage zusätzlich. Der Arbeitsmarkt reagiert nun ebenfalls: Trotz des Fachkräftemangels stagniert der Beschäftigungsaufbau. Lichtblicke sind nur der Einzelhandel mit leicht steigenden Umsätzen und die niedrige Inflationsrate.
Schlechte Stimmung bei den Verbrauchern
Die Verbraucherstimmung in Deutschland verschlechtert sich im November deutlich: Der Index des GfK-Konsumklimas fällt um 4,9 Zähler auf minus 23,3 Punkte – den tiefsten Stand seit Mai. Besonders die Einkommenserwartung bricht um 17,2 Punkte ein und erreicht mit minus 3,5 Punkten ein Neun-Monats-Tief. Die steigende Sparneigung und wachsende Sorgen um Arbeitsplätze dämpfen die Kauflaune zusätzlich. Der Konjunkturindikator sinkt zum vierten Mal in Folge und landet bei minus 3,6 Punkten, die Wachstumsprognose für 2025 liegen bei bescheidenen 0,4 Prozent.
HANDEL INTERNATIONAL
Secret Sales übernimmt Afound von H&M
Der britische Online-Marktplatz Secret Sales übernimmt die Plattform Afound vom schwedischen Modehändler H&M, wie Theretailbulletin.com berichtet. Die Übernahme folgt auf H&Ms frühere Ankündigung, Afound wegen mangelnder Nachfrage von Markenherstellern zu schließen, da diese zunehmend eigene Vertriebskanäle für reduzierte Ware bevorzugten. Mit der Übernahme von Afound erweitert Secret Sales seine Präsenz auf zehn europäische Märkte und verstärkt seine Position als Vertriebsplattform für Markenmode im Premiumsegment zu reduzierten Preisen.
Hongkong: Kleinunternehmen setzen auf den Online-Handel
Neun von zehn Kleinunternehmen in Hongkong setzen auf den Online-Handel, der in den nächsten zwei Jahren seine Umsätze um 14,6 Prozent steigern könnte, berichtet Scmp.com. Besondere Wachstumschancen liegen im chinesischen Markt außerhalb Hongkongs, wo bereits mehr als ein Viertel aller Einzelhandelswaren online gehandelt wird. So sollen digital neue Märkte für die Kleinhändler der Stadt erschlossen werden, auch um sich für zukünftige Zölle der USA zu wappnen.
Tiktok erlaubt Beauty-Filter nur Volljährigen
Tiktok führt laut Spiegel.de neue Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzer ein und testet künstliche Intelligenz zur automatischen Erkennung und Sperrung von Konten unter 13-jähriger Nutzer. Die Plattform lösche laut eigener Auskunft monatlich rund sechs Mio. Konten wegen Unterschreitung des Mindestalters. Zudem beschränke Tiktok künftig KI-gestützte Beauty-Filter wie „Bold Glamour“, die Gesichtsmerkmale stark verändern, auf volljährige Nutzer – eine Reaktion auf Studien aus 2019, die einen Zusammenhang zwischen solchen Filtern und geringerem Selbstwertgefühl aufzeigten und natürlich auch auf die verschärften EU-Auflagen durch das Digitale-Dienste-Gesetz.
Australien: Verbot sozialer Medien wird wahrscheinlich
Australien führt wahrscheinlich als erstes Land weltweit ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige ein, nachdem das Unterhaus den Gesetzentwurf mit deutlicher Mehrheit von 102 zu 13 Stimmen angenommen hat, berichtet Reuters.com. Die Zustimmung des Senats gilt als hoch wahrscheinlich. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt breite Unterstützung in der Bevölkerung: 77 Prozent der Australier befürworten das Verbot, nur Jugendverbände warnen vor sozialer Isolation. Plattformbetreiber wie Meta, Google und Tiktok müssten dann künftig strikte Alterskontrollen einführen und riskieren bei systematischen Verstößen Strafen von bis zu 32 Mio. Dollar.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Die Luxusbranche baut ihren Online-Handel aus
Der weltweite Online-Handel mit Luxusgütern wie Schuhen, Lederwaren und Schmuck hat den Anteil an seinem Gesamtumsatz auf 20 Prozent nahezu verdoppelt, zitiert Handelsblatt.com Zahlen des Beratungsunternehmens Bain. Die Luxusbranche erwartet bis 2030 einen weiteren Anstieg des Online-Anteils auf 30 bis 33 Prozent, wobei besonders Millennials und die Generation Z als Wachstumstreiber gelten. Allerdings fehle es den Luxusmarken laut Fachleuten online noch an der richtigen digitalen Ansprache der Kundschaft.
Briten shoppen schon im Oktober für Weihnachten
Mehr als zwei Drittel der britischen Verbraucher haben ihren Weihnachtseinkauf bereits im Oktober oder sogar früher begonnen, wie Channelx.world einer Studie von Ebay UK entnommen hat. Der Black Friday bleibt trotz dieser Entwicklung ein wichtiger Verkaufstag, auch wenn nur 20 Prozent der Konsumenten ihn als Start ihrer Einkaufssaison sehen. Für Onlinehändler wird die strategische Planung dadurch wichtiger: Zwar berichten 78 Prozent der Händler von erfolgreichen Werbekampagnen, trotzdem fühlen sich 64 Prozent vom Management überschüssiger Lagerbestände in der Hauptsaison herausgefordert.
NACHHALTIGKEIT
Second-Hand-Markt wächst jährlich acht Prozent
Der Gebrauchtwarenmarkt in Deutschland wächst seit 2020 jährlich um acht Prozent, für 64 Prozent der Deutschen ist der Kauf von Second-Hand-Artikeln bereits die neue Normalität, so eine Studie von Ebay und ECC Köln. Der günstige Preis ist dabei für 69 Prozent der Befragten das Hauptargument, trotzdem setzen 83 Prozent beim Kauf auf Qualität und meiden Billigplattformen. Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft planen mehr als 33 Prozent der Käufer aufbereitete oder Second-Hand-Produkte zu verschenken – eine Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
BLACK-FRIDAY-COUNTDOWN
Black Friday für Influencer nicht mehr wichtig
Der Black Friday verliert für die Creator Economy an Bedeutung, da immer mehr Unternehmen ihre Influencer-Marketing-Budgets auf die Wochen nach dem Aktionstag verlagern, so die Influencer-Agentur Netzschreier. Die drastisch gestiegenen Marketingkosten – Creators konnten zeitweise das Dreifache ihrer üblichen Honorare verlangen – haben besonders kleine und mittlere Unternehmen zu dieser strategischen Neuausrichtung bewegt. Der Trend geht nun verstärkt zu langfristigen Partnerschaften zwischen Unternehmen und Influencern, die neben konstanten Verkaufserfolgen auch eine nachhaltige Markenbildung ermöglichen.
Temu und Shein besetzen Suchbegriffe der Konkurrenz
Der massive Anzeigeneinkauf von Temu und Shein im Online-Marketing treibt die Werbekosten für andere Einzelhändler während der Black-Friday-Saison deutlich in die Höhe, berichtet Reuters.com. Besonders bei der Google-Suche haben sich die Klickpreise für bestimmte Suchbegriffe stark verteuert. So stiegen die Kosten für den Begriff „Walmart Clothes“ zwischen August 2022 und August 2024 um das Sechzehnfache. Die aggressiven Bietstrategien der beiden Onlinehändler erstrecken sich dabei über eine ungewöhnlich breite Palette von Markenbegriffen der Konkurrenz, was die Rentabilität der Suchmaschinenwerbung für andere Händler gefährdet.