Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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HANDEL NATIONAL
Wero startet im deutschen E-Commerce
Das europäische Bezahlsystem Wero geht im deutschen Online-Handel an den Start, wie die European Payments Initiative mitteilt. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ermöglichten ihren Kunden erstmals Online-Zahlungen mit der App, weitere Institute folgten in Kürze. Eventim sei bereits live, Händler wie Decathlon, Lidl oder Rossmann stünden in den Startlöchern. Eine aktuelle Barometer-Studie zeige durchaus Rückenwind: Ein Drittel der Deutschen nutze mobile Zahlungs-Apps mindestens wöchentlich, 56 Prozent bekundeten Interesse an Wero. 2026 wolle der Dienst auch in Belgien, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden durchstarten.
Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken.
Überschuldung: 29 Prozent schreiben beim Online-Händler an
29 Prozent der Überschuldeten hatten 2024 auch Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern, teilt das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil sei binnen fünf Jahren von 27 auf 29 Prozent geklettert, während die durchschnittliche Schuldenlast von 515 auf 644 Euro gewachsen sei. Junge Menschen gerieten leichter in Probleme: 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen stünden bei Online-Händlern in der Kreide. Frauen seien nicht nur häufiger betroffen als Männer – 36 zu 24 Prozent –, sondern schuldeten mit durchschnittlich 834 Euro auch fast doppelt so viel wie männliche Überschuldete.
Breuninger lokalisiert Online-Shop für Schweiz und Niederlande
Breuninger erweitert seine digitale Präsenz für die Schweiz und die Niederlande, meldet der Stuttgarter Modehändler. Der Online-Shop sei nun durchgängig in Französisch bzw. Niederländisch verfügbar, inklusive landestypischer Zahlungs- und Lieferoptionen. Parallel starte das Treueprogramm „Beyond by Breuninger“ auch in der Schweiz – nach Deutschland und Österreich der dritte Markt. Das Programm zähle bereits 1,5 Mio. Mitglieder und biete exklusiven Zugang zu Kollektionen und Events.
Älter als die Wikipedia: Hood.de feiert 25 Jahre
Der Kölner Online-Marktplatz Hood.de feiert sein 25-jähriges Bestehen, wie das Unternehmen mitteilt. Aus einem Startkapital von 5.000 Euro sei eine Plattform mit rund 5000 Händlern und bis zu drei Mio. Verbrauchern monatlich gewachsen. Geschäftsführer Timo Scherbaum betont, Fairness bleibe der Markenkern – das zeige sich in den transparentesten Verkaufsgebühren unter großen deutschen Marktplätzen, persönlicher Händlerbetreuung und einem hauseigenen Telefonservice. Nach der Übernahme durch The Platform Group 2024 wolle man künftig von technologischen Synergien profitieren und neue Zielgruppen erschließen.
Olymp startet achten Ländershop in Italien
Der Hemdenspezialist Olymp hat einen Online-Shop für den italienischen Markt eröffnet, berichtet Fashionunited.de. Es handele sich um den achten digitalen Ländershop des Unternehmens nach Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Frankreich. Der Versand erfolge vom Logistikzentrum in Bietigheim-Bissingen. Vertriebschef Kai Graf kündigte an, die bestehenden Handelspartnerschaften in Norditalien zu intensivieren und den Fachhandelsvertrieb auf Mittel- und Süditalien auszudehnen.
Bevh warnt vor Brief-Pflicht beim Rechnungskauf
Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel kritisiert in einer Medienmitteilung das geplante Schriftformerfordernis für Käufe auf Rechnung vor der Abstimmung zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie. SPD-Fraktion und Verbraucherschützer würden fordern, dass Kunden handschriftlich zustimmen müssten, bevor sie per Rechnung bestellen könnten. Daniela Bleimaier, Leiterin Public Affairs Deutschland & Regionales, halte die Maßnahme für realitätsfern: Eine Bestätigung per Post vertreibe Kunden von der besonders sicheren Bezahlart hin zu risikoreicheren Alternativen – darunter auch Kreditkarten, die kurioserweise nicht unter die Regel fielen. Im digitalen Zeitalter reiche eine Zustimmung per Klick aus, zumal Verbraucher 14 Tage Widerrufsrecht hätten.
BLACK FRIDAY
Black Friday Deutschland: Mehr Käufer, weniger Umsatz
Der Handelsverband Deutschland erwartet zu Black Friday und Cyber Monday einen Umsatz von 5,8 Mrd. Euro – knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Damit breche der kontinuierliche Aufwärtstrend erstmals seit 2016. Paradoxerweise wollten mehr Menschen einkaufen als 2024: 48 Prozent planten Käufe zum Black Friday, über ein Drittel zum Cyber Monday. Die schwache Konsumstimmung führe jedoch dazu, dass verstärkt notwendige Versorgungskäufe getätigt würden.
Black Friday Österreich: Mehr Käufer, mehr Umsatz
Der Österreichische Handelsverband erwartet zu Black Friday und Cyber Monday Ausgaben von 460 Mio. Euro – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach zwei rückläufigen Jahren wollten wieder 63 Prozent der Österreicher die Aktionstage nutzen und durchschnittlich 294 Euro ausgeben. Der Großteil fließe in den Online-Handel, vor allem zu internationalen Anbietern: 71 Prozent planten Käufe bei Amazon und Ebay, bereits 21 Prozent bei chinesischen Billigplattformen wie Temu und Shein.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon verkauft jetzt echte Produkte auf Roblox
Amazon verkauft erstmals reale Produkte direkt auf der Gaming-Plattform Roblox, berichtet Adobomagazine.com. Im „Amazon Holiday Gift Shop“ könnten US-Spieler über 18 Jahre mehr als 40 Artikel verschiedener Marken über ihre Amazon-Konten kaufen, ohne die Spielumgebung verlassen zu müssen. Die Integration gelinge über Amazons Anywhere-Technologie und sei der erste echte Handelsplatz auf Roblox. Der Shop sei in eine bestehende Spielwelt eingebettet, in der Nutzer Feiertags-Traditionen verschiedener Kulturen erkunden.
Alibaba veröffentlicht KI-App Qwen
Alibaba hat in China seine kostenlose KI-App „Qwen“ veröffentlicht, eine internationale Version solle später folgen, berichtet Scmp.com. Die App für iOS, Android, PC und Web biete neben Chatbotfunktionen auch tiefgehende Recherche, Programmierunterstützung, KI-Kamerafunktion und Sprachanrufe – die hohe Nachfrage habe am Montag bereits zu Download-Verzögerungen geführt. Während chinesische Konkurrenten gerade kostenpflichtige Premium-Zugänge einführten, stelle Qwen als bewusst kostenlose Alternative eine Kampfansage auch an OpenAI und Anthropic dar.
Schweizer Wirtschaft bricht im dritten Quartal ein
Die Schweizer Wirtschaft ist im dritten Quartal um 0,5 Prozent geschrumpft, wie Handelszeitung.ch unter Berufung auf das Staatssekretariat für Wirtschaft meldet. Hauptgrund seien die 39-prozentigen US-Importzölle, die Donald Trump Anfang August verhängt habe. Das chemisch-pharmazeutische Gewerbe verzeichne einen deutlichen Rückgang, die Industrie entwickle sich negativ, der Dienstleistungssektor wachse nur unterdurchschnittlich. Ökonomen hatten mit Werten zwischen minus 0,3 und plus 0,2 Prozent gerechnet.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Unzer bietet Wero-Integration für Online-Händler
Der Zahlungsanbieter Unzer gehört zu den ersten Partnern, die das europäische Wallet Wero im E-Commerce integrieren, so das Unternehmen. Zu den Pionieren zählten bislang NKD, KIK, Foodforplanet, Cinetixx und Airportliner. Die Einbindung könne beispielsweise über vorkonfigurierte Zahlungsseiten, Software Development Kits, API-Anbindung oder Plugins für die gängigen E-Commerce-Plattformen erfolgen. Ab 2026 wolle das Unternehmen Wero auch für Ladenzahlungen, Abonnements und Treueprogramme verfügbar machen.
Ebay ermittelt die Fashion-Trends 2025
Ebay hat anhand des Verhaltens von 134 Mio. Nutzern und der Nachfrage von 2,4 Mrd. Artikeln die Fashion-Trends 2025 analysiert. Der „Watchlist Trendreport“ zeige, dass z.B. die Metallic-Styles von Onitsuka Tiger um 423 Prozent zulegten, funkelnde Seiko-Uhren um 983 Prozent kletterten und die Nachfrage nach der Celine Phantom Bag um 320 Prozent gewachsen sei. Coach erlebe mit 92 Suchanfragen pro Minute ein Comeback, während Louis Vuitton mit über 13 neuen Listings pro Minute die wichtigste Marke geblieben sei. Interessante Trends seien außerdem verzierte Slipper (+98 Prozent), Balloon-Hosen (+57 Prozent) und Burberry-Mäntel in Burgunderrot (+115 Prozent) gewesen.
Drei Viertel nutzen KI, aber die meisten experimentell
Drei Viertel der deutschen Mittelständler nutzen bereits künstliche Intelligenz, zwei Drittel sähen darin eine Chance für Deutschland und das eigene Unternehmen, berichtet Zeit.de unter Berufung auf eine Studie von „Zeit für Unternehmer“ und der Stiftung „In guter Gesellschaft“. Doch nur 30 Prozent setzten die Technologie systematisch ein, die Mehrheit experimentiere noch – viele klagten über Komplexität, Zeitmangel und fehlendes Know-how. Größere Firmen täten sich deutlich leichter als kleinere und so diagnostiziere Professor Sigurd Schacht, dass der Mittelstand etwa fünf Jahre hinter den Großkonzernen zurückläge.