Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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Webinar: Mitarbeiter entlasten dank Filialmanagement per App
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HANDEL NATIONAL
Zalando erreicht drei Mrd. Euro Umsatz
Zalando steigert im dritten Quartal den Umsatz um 26,5 Prozent auf drei Mrd. Euro, meldet das Unternehmen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern klettere auf 96 Mio. Euro. Hauptgrund sei der im Juli vollzogene Zusammenschluss mit About You, der die Kundenzahl auf 61,4 Mio. anschwellen lasse. Über 5 Mio. Menschen kauften bereits bei beiden Plattformen ein. Im Sportgeschäft werde Zalando Hauptpartner des DFB. Im B2B-Bereich habe sich der Umsatz um 15,6 Prozent auf 277 Mio. Euro verbessert, die Ebit-Marge sei auf 7,1 Prozent gestiegen.
Wero online mit Eventim gestartet
Die Ticket-Plattform Eventim integriert als erstes großes E-Commerce-Unternehmen die Bezahlung mit Wero, meldet das Partner-Fintech Ppro. Der Zahlungsdienstleister ermögliche damit erstmals den Einsatz der digitalen Wallet im Live-Entertainment-Sektor. Wero habe innerhalb von 15 Monaten über 45 Mio. Nutzer gewonnen und wickle Überweisungen zwischen Konten in unter zehn Sekunden ab. Mögliche künftige Partner seien laut Informationen von Sueddeutsche.de die Deutsche Bahn, Otto und Mediamarkt-Saturn.
Shein und Temu setzen 3,3 Mrd. Euro um
Shein und Temu setzen 2025 geschätzt 3,3 Mrd. Euro in Deutschland um, berichtet Wiwo.de unter Berufung auf den Handelsverband Deutschland. Die beiden chinesischen Plattformen eroberten damit rund die Hälfte des gesamten Importhandels aus Drittstaaten. Jeder fünfte Verbraucher plane sogar Weihnachtseinkäufe bei den Billiganbietern – obwohl Tests der Stiftung Warentest bei 110 von 162 Produkten Verstöße gegen EU-Standards aufdeckten. Unsicheres Spielzeug, giftiger Schmuck und überhitzende Ladegeräte prägten das Sortiment.
Den Handel erwartet ein mageres Weihnachtsgeschäft
Der HDE erwartet laut Pressemitteilung für November und Dezember ein nominales Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 126,2 Mrd. Euro. Zwar könne der Online-Handel um 3,3 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro zulegen, doch der gesamte Handel stehe vor einem Nullwachstum. Konsumenten wollten durchschnittlich 263 Euro für Geschenke ausgeben – 34 Euro weniger als 2024. Die Stimmung bleibe getrübt: So befürchteten 51 Prozent der Nicht-Lebensmittelhändler ein schlechteres Weihnachtsgeschäft. HDE-Präsident Alexander von Preen fordert bessere Rahmenbedingungen wie die Senkung der Stromsteuer für alle und faire Wettbewerbsbedingungen mit asiatischen Plattformen.
BLACK FRIDAY
Digitale Barrieren kosten jeden fünften Black Friday-Kunden
Ein Fünftel der deutschen Konsumenten könne beim Black Friday nicht barrierefrei einkaufen, so laut Pressemitteilung eine Umfrage von Accessiway. Die größten Hürden seien schwer schließbare Werbefenster, Pop-ups, unübersichtliche Webseiten-Strukturen, zu kleine Schrift und schwer verständliche Sprache. Diese digitalen Stolperfallen isolieren nicht nur die Betroffenen – sie führten verständlicherweise zu Kaufabbrüchen und kosteten den Online-Handel so Millionen. Außerdem sei Barrierefreiheit rechtliche Pflicht – in Magdeburg nehme in Kürze die Marktüberwachungsstelle für die Barrierefreiheit ihre Arbeit auf.
HANDEL INTERNATIONAL
Shein-Sperrung: Paris reagiert auf Kinderpuppen-Skandal
Frankreich leitet ein Verfahren zur vorläufigen Sperrung der Shein-Plattform ein, berichtet Spiegel.de. Grund sei der Skandal um eine Kinderpuppe mit Teddybär, die als „Spielzeug für die männliche Masturbation“ angeboten worden, aber dann aus dem Sortiment entfernt worden sei. Die Regierung fordere binnen 48 Stunden den Nachweis vollständiger Gesetzeskonformität. Zeitgleich habe Shein – unter lautstarken Protesten – seine erste dauerhafte Filiale in Paris eröffnet.
KI-Agenten im Online-Handel: Amazon verklagt Perplexity
Amazon verklagt Perplexity wegen dessen autonomem Shopping-Assistenten, berichtet Reuters.com. Der Online-Händler werfe dem KI-Startup unbefugten Zugriff auf Kundenkonten und Sicherheitsrisiken vor. Die beim US-Bezirksgericht in Nordkalifornien eingereichte Klage markiere einen Grundsatzkonflikt über die Zukunft des E-Commerce: Dürfen KI-Agenten autonom auf Plattformen zugreifen? Perplexity kontere, Amazon blockiere Innovation, um sein werbegetriebenes Geschäftsmodell zu schützen. Nutzer hätten das Recht, eigene Assistenten zu wählen. Der Streit könnte die Regulierung agentischen Shoppings prägen.
Fünf Jahre Migros Online: Nur zwei Prozent Umsatzanteil
Der Online-Shop der Migros erreicht fünf Jahre nach dem Rebranding lediglich zwei Prozent des Konzernumsatzes, berichtet SRF.ch. Mit einer Million Franken Tagesumsatz bleibe das Lebensmittel-Geschäft im Netz weit hinter dem konzerneigenen Digitec Galaxus zurück. Zum einen bremse emotionales Einkaufsverhalten – spontanes Zugreifen statt tagelanges Vorausplanen – die digitale Expansion. Zum anderen seien auch die hohen Kosten für manuelles Kommissionieren und Liefern verantwortlich.
Österreich: Handelsverband fordert Haftung für Temu und Shein
Tests von Global 2000 und der AK Oberösterreich belegen gefährliche Chemikalien in Produkten von Temu und Shein, berichtet Handelsverband.at. Der österreichische Handelsverband fordere nun eine nationale Plattformhaftung für die korrekte Warendeklaration. 4,6 Mrd. Kleinstpakete seien 2024 nahezu ungeprüft in die EU geströmt, 95 Prozent der Temu-Kinderspielzeuge seien unsicher. Temu erreiche in Österreich bereits Rang vier mit 341 Mio. Euro Umsatz, Shein liege mit 217 Mio. Euro auf Platz sieben. Jeder zweite Österreicher habe mindestens einmal bei chinesischen Plattformen bestellt.
EU-Investoren setzen verstärkt auf außereuropäische Märkte
EU-Investoren hielten 2024 Direktinvestitionen im Wert von 9.309 Mrd. Euro außerhalb der Union, wie aktuelle Eurostat-Zahlen zeigen. Das entspreche einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig seien die Investitionen von Nicht-EU-Ländern in Europa auf 7.038 Mrd. Euro gesunken – ein Rückgang um 2,5 Prozent. Die USA blieben mit 28,7 Prozent Hauptziel europäischer Kapitalströme, gefolgt von Großbritannien mit 19,5 Prozent. Umgekehrt stammten 31 Prozent der Auslandsinvestitionen in der EU aus den Vereinigten Staaten.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Shopify meldet elfmal mehr KI-Käufe seit Jahresbeginn
Der Traffic von KI-Tools zu Shopify-Stores sei seit Januar um das Siebenfache gestiegen, KI-gesteuerte Käufe hätten sich sogar verelffacht, berichtet Techcrunch.com. Diese Entwicklung treibe der E-Commerce-Softwareanbieter durch Kooperationen mit OpenAI, Perplexity und Microsoft Copilot gezielt voran. Die Rechnung scheine aufzugehen: Laut Shopify-Umfrage würden bereits 64 Prozent der Käufer KI beim Einkauf nutzen. Auch finanziell zahle sich die KI-Offensive aus – im dritten Quartal legte der Umsatz um 32 Prozent auf 2,84 Mrd. Dollar zu.
0,5 Prozent der meistbesuchten Websites fordern sichere Passwörter
Eine Analyse der 1.000 meistbesuchten Websites zeigt erhebliche Defizite bei Passwortanforderungen, meldet Nordpass. Obwohl 61 Prozent der Seiten ein Passwort verlangten, erfülle keine einzige die vollständigen Sicherheitsstandards von NIST oder Nordpass: 58 Prozent verzichteten auf Sonderzeichen, 42 Prozent auf Mindestlängen – elf Prozent stellten keinerlei Anforderungen. Nur ein Prozent fordere wichtige Kriterien wie Länge, Großbuchstaben, Symbole und Zahlen. Lediglich fünf Websites erfüllten strenge – aber nicht alle – Sicherheitskriterien. Besonders bedenklich: Ausgerechnet Behörden, Gesundheitswesen und Lebensmittelindustrie schnitten am schlechtesten ab.
Amazon verlegt 320-Terabit-Kabel durch den Atlantik
Amazon verlegt bis 2028 zwischen Maryland und County Cork (Irland) das transatlantische Seekabel „Fastnet“, berichtet Golem.de. Das Kabel erreiche eine Übertragungskapazität von über 320 Terabit pro Sekunde und verstärke ein Glasfasernetz, das die Erde bereits „mehr als elfmal“ umspanne. Die vier amerikanischen Hyperscaler Amazon, Google, Meta und Microsoft kontrollierten mittlerweile 71 Prozent der weltweiten Untersee-Faserkapazität, während europäische Unternehmen wegen mangelnder Investitionen weiter abgehängt würden.