3D-Illustration zu Lieferdiensten, Insolvenzen und nachhaltigen Retouren im E-Commerce
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Uber + Delivery Hero, Flink, Nina Rein, Insolvenzen, B&Q, Zara, Walmart, Social Media, Roku, Retouren + CO2, KI + Diplom

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Uber will Delivery Hero zerlegen
Uber sucht Käufer für Geschäftsteile von Delivery Hero in Lateinamerika, Asien und Europa, um die Komplettübernahme des Berliner Konzerns kartellrechtlich abzusichern, berichtet Techinasia.com. Uber halte rund 36,8 Prozent und biete 33 Euro je Aktie, doch Experten rechneten letztlich mit einem höheren Preis. Überschneidungen drohten bei Pedidosya (Lateinamerika), Baedal Minjok (Südkorea) und Glovo (Europa). Doordash liebäugele mit dem Nahost-Geschäft um Talabat, das Startup Ninja biete für Hungerstation (Saudi-Arabien).

Sommergetränk der Deutschen: Wasser
Wasser war das meist bestellte Getränk im deutschen Sommer 2025, zitiert Retail-News.de eine Auswertung des Lieferdiensts Flink. Erst danach folgten Bier, Cola und Radler. Regional zeige sich ein buntes Bild: Spezi punkte in Bayern und Ostdeutschland, Fritz-Kola im Norden, Coca-Cola im Süden. Berlin trinke experimentierfreudiger, mit Aperol und Gin Tonic. Saisonal würden auch Aperitifs und Roséwein zulegen.

Nina Rein schließt Online-Shop am 17. Juni
Das Münchner Mode-Label Nina Rein stellt im Juni seinen Betrieb ein, meldet TZ.de. Den Online-Shop halte das 2018 von Julia Ickert und Susanne Kinast gegründete Label noch bis zum 17. Juni für den Abverkauf offen. Die auf nachhaltige, vegane Workwear für Frauen ausgerichtete Marke habe 2021 den Vegan Fashion Award erhalten. Den Rückzug begründe Ickert mit einem persönlichen Richtungswechsel.

März bringt fast 16 Prozent mehr Firmenpleiten
Die deutschen Amtsgerichte registrierten im März genau 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Die Gläubigerforderungen allerdings sackten von 19,9 auf rund 9,3 Mrd. Euro ab, weil 2025 deutlich mehr wirtschaftliche Schwergewichte strauchelten. Mehr Fälle, kleinere Brocken. Verbraucherinsolvenzen kletterten sogar um 18,9 Prozent auf 7.462 Fälle.


HANDEL INTERNATIONAL


Marktplatz von B&Q wächst 16 Prozent
Der Marktplatz des britischen Baumarktriesen B&Q wächst kräftig und erweitert sein Sortiment um Kameras und Wearables, berichtet Channelx.world. Damit rücke das Ziel näher, zum Marktplatz für alles rund ums Zuhause zu werden. Das Bruttowarenvolumen sei um 29 Prozent geklettert, der E-Commerce-Umsatz um 16 Prozent, der Online-Anteil von 16 auf 19 Prozent gestiegen. Der Marktplatz wachse, trotz spätem Frühling und sparsamer Verbraucher, spürbar schneller als das übrige Digitalgeschäft.

Zara holt sich Magazin-Ästhetik in den Online-Shop
Zara hat mit „The Fold-er“ eine redaktionelle Rubrik im Stil eines digitalen Modemagazins gestartet, wie Fashionunited.de berichtet. Die weltweit über Online-Shop und App zugängliche Plattform versammele in der Damenmode-Abteilung Kolumnen bekannter Influencer und Trendsetter, darunter Leandra Medine und Arielle Charnas. Nach Magazin-Vorbild teilten sie persönliche Styling-Tipps für den Sommer, bebildert mit kuratierten Outfits und direkten Produktlinks. Die Absicht sei, ein immersiveres Einkaufserlebnis zu schaffen und das Markenimage aufzuwerten.

Walmart öffnet US-Plattform für Mexiko
Walmart testet grenzüberschreitenden US-E-Commerce erstmals in Mexiko, meldet AIInvest.com. Kunden könnten hunderttausende Artikel über Walmart.com bestellen, befristet versandkostenfrei ab 35 Dollar. Der Konzern hänge Mexiko an ein bestehendes Fulfillment-System, statt bei null zu starten: Walmart de México betreibe über 3.000 Filialen, Walmart.com.mx zähle rund 27 Mio. monatliche Besucher. Auch orderten bereits über 50 Prozent der mexikanischen Online-Käufer grenzüberschreitend.

EU: Zwei Drittel der Unternehmen nutzen Social Media
63,6 Prozent der EU-Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten nutzten 2025 Social Media, meldet Eurostat. Die Firmen setzten die Kanäle für Online**-Präsenz, Marketing, den Austausch** mit Partnern und Kunden sowie für den Wissenstransfer ein. Es gebe ein Gefälle nach Größe: Während kleine Betriebe auf 60,6 Prozent kämen, erreichten mittlere 76,2 und große 89,1 Prozent. An der Spitze rangiere Malta mit 88,2 Prozent, Schlusslicht bleibe Bulgarien mit 41,5 Prozent.

Roku liebäugelt mit dem Verkauf
Die US-Streamingplattform Roku prüft strategische Optionen bis hin zu einem Verkauf, berichtet Techinasia.com. Interessenten lockten Rokus mehr als 100 Mio. Streaming-Haushalte, das Werbegeschäft und die Nutzungsdaten. Die Werbeerlöse seien im ersten Quartal auf 613 Mio. Dollar geklettert, ein Plus von 27 Prozent. Roku verkaufe auch Hardware wie etwa Streaming-Player, Multimedia-Sticks oder Smart-TVs.

Österreich: Handelsverband vergibt vier E-Commerce Awards
Der Handelsverband Österreich hat laut Pressemitteilung erstmals den E-Commerce Award an vier heimische Webshops verliehen. Prämiert worden seien Gans, Gymbeam, Kastner & Öhler und Hornbach, jeweils in einer von vier nach monatlichen Besucherzahlen gestaffelten Größenklassen. Die Bewertung sei anhand eines wissenschaftlich entwickelten Kriterienkatalogs erfolgt, der Benutzerfreundlichkeit, technische Qualität, Performance und Vertrauen berücksichtigt habe.


Wenn der KI-Agent einkauft und Ihre Fraud-Prevention es nicht merkt
Autonome KI-Agenten stellen Checkout und Fraud-Prevention vor neue Herausforderungen. Frank Meltke, CEO der Payment-Beratung contraco Management Consulting, zeigt in seinem Gastbeitrag auf Etailment.de auf, warum Händler und Payment Service Provider ihre Prozesse dafür neu denken müssen.

15 Prozent verursachen den Großteil des Retouren-CO2
Nur 15 Prozent der Konsumenten verursachen fast 60 Prozent der retourenbedingten CO2-Emissionen, zeigt eine Studie der Freien Universität Brüssel laut Fashionunited.de. Diese Vielretournierer kauften nicht häufiger ein als andere, behandelten Rücksendungen aber als aufgeschobene Entscheidung: Sie bestellten impulsiv mehrere Optionen und wählten erst zu Hause. Kostenlose, simple Retouren verdreifachten die Wahrscheinlichkeit dieses Verhaltens. Die Studie empfehle bessere Produktinfos, virtuelle Anproben und Größenberater und fordere klare politische Regeln für den grenzüberschreitenden E-Commerce.

Im Handel ersetzt KI zunehmend das Diplom
Knapp 20 Prozent der Unternehmen, die bereits Künstliche Intelligenz nutzen, halten Fach- und Hochschulkräfte für leicht ersetzbar durch ungelernte, KI-gestützte Mitarbeiter, meldet das Ifo-Institut. Im Handel sei dieser Wert mit 28,6 Prozent am höchsten, gefolgt von Dienstleistern und Industrie. Berufserfahrung erweise sich als widerstandsfähiger: Nur 22,9 Prozent der Händler sähen sie als leicht kompensierbar. Allerdings halte mehr als die Hälfte einen solchen Austausch weiterhin für schwierig.
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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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