
Viel Laderaum für wenig Geld
Mit dem Dokker Express umwirbt die rumänische Renault-Tochter Dacia nun auch verstärkt gewerbliche Kunden. Das Auto ist eine solide Alternative - zu einem unschlagbaren Preis.

Mit dem Dokker Express umwirbt die rumänische Renault-Tochter Dacia nun auch verstärkt gewerbliche Kunden. Das Auto ist eine solide Alternative - zu einem unschlagbaren Preis.

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Der preiswerteste Pkw-Neuwagen hierzulande überhaupt ist der Sandero (6.890 Euro). Auch der billigste Kombi (Logan MCV; 7.990 Euro), der billigste Van (Lodgy; 9.990 Euro) und das billigste SUV (Duster; 10.490 Euro) stammen aus Rumänien.
Bei Produktion und Entwicklung verfolgt der Konzern eine konsequente Plattform- und Gleichteilestrategie mit den Renault-Modellen. Im Vertrieb gelten ebenso feste Grundsätze, um die Kosten zu minimieren: Einfach gestaltete Verkaufsflächen bei den Renault-Partnern, 5 Prozent Marge für die rund 150 bundesdeutschen Händler mit fast 250 Stützpunkten, keine Tageszulassungen - und vor allem keine Nachlässe auf die Listenpreise.
"Selbst gewerbliche Kunden können bei uns alles bekommen, außer einem Rabatt", verdeutlicht Reinhard Zirpel, als Kommunikationsdirektor der Renault Deutschland AG auch für Dacia zuständig. Daher liegt der Privatkundenanteil derzeit auch bei außergewöhnlichen 90 Prozent.
Doch zunehmend werden auch kostenbewusste Unternehmen auf Dacia aufmerksam. Das hängt vor allem mit dem jüngsten Produkt aus Pitesti zusammen: Der Dacia Dokker Express ist ein vollwertiger Stadtlieferwagen - und für 6.690 Euro (ohne Mehrwertsteuer) fast schon selbstverständlich das preiswerteste Angebot in diesem Segment am Markt.
Für mittelständische Händler mit innerstädtischen Transportaufgaben ist der Kleinlaster mit 3,9 Kubikmeter Laderaum auf jeden Fall eine Budget schonende Alternative - inklusive Drei-Jahres-Garantie mit 100.000 Kilometern Laufleistung.
Selbst wer nicht zum Basisbenziner mit 61 kW/83 PS Leistung greift, sondern sich den 55 kW/75 PS-Diesel (9.990 Euro) samt dem unverzichtbaren ESP (300 Euro) und einigen Annehmlichkeiten gönnt, investiert weniger als 12.000 Euro.
Da ist dann sogar schon ein fest eingebautes Navigationsgerät mit einfacher Menüführung mit an Bord, das bei der Probefahrt ebenso überzeugte, wie Fahrverhalten und Laufruhe des Motors. Das fahrende Personal dürfte sich am nackten Blech im Laderaum und manch offen liegenden Schrauben kaum stören - und der Chef freut sich über das "Schnäppchen".
Bernd Nusser