
Wachstum und Verluste: Kein Kurswechsel bei Rocket Internet
Die Aktie von Rocket Internet hat sich von ihrem Börsendebüt-Debakel erholt. Die Startup-Fabrik sieht sich auf gutem Weg. Auf Gewinne müssen Investoren allerdings weiter warten.

Die Aktie von Rocket Internet hat sich von ihrem Börsendebüt-Debakel erholt. Die Startup-Fabrik sieht sich auf gutem Weg. Auf Gewinne müssen Investoren allerdings weiter warten.

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Die Rocket-Aktie war bei dem Börsengang zunächst deutlich unter den Ausgabepreis von 42,50 Euro gestürzt. Die Aktienplatzierung war am Ende zudem nur 1,4 Milliarden Euro schwer statt der angepeilten 1,6 Milliarden Euro, weil die organisierenden Banken auf den Kauf zusätzlicher Anteile im Rahmen der sogenannten Mehrzuteilgsoption verzichteten. Mittlerweile erholte sich das Papier deutlich und notierte am Montag bei 48 Euro.
Einige Experten sahen Rocket Internet mit dem Börsengang unter stärkerem Druck, die Beteiligungen schneller in die Gewinnzone zu bringen. Das Management verwies am Montag erneut darauf, dass es sechs bis neun Jahre dauern könne, bis ein Startup schwarze Zahlen schreibe.
Rocket wählte beim Börsengang das relativ lasch regulierte Börsensegment "Entry Standard", in dem Geschäftszahlen nur halbjährlich vorgelegt werden müssen. Diese Entscheidung war zum Teil kritisiert worden, das Unternehmen stellte einen Wechsel innerhalb von eineinhalb Jahren in Aussicht.
Zusammen mit den Halbjahreszahlen gab Rocket auch eine Kooperation mit Facebook bekannt. Die Vereinbarung mit dem welgrößten Online-Netzwerk solle sicherstellen, dass Rocket-Beteiligungen "Weltmarktführer bei Werbung auf Facebook" würden. Das Online-Netzwerk werde ihnen dafür unter anderem Zugang zu Tests neuer Werbe-Funktionen gewähren und die Mitarbeiter regelmäßig schulen.