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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
Björn BöerChefredakteur+++Anzeige+++
NRF 2026: Retail’s Big Show Europe Programm und Höhepunkte
Die NRF 2026: Retail’s Big Show Europe kehrt vom 15. bis 17. September 2026 nach Paris zurück und verspricht drei Tage voller Innovation, Diskussionen, Begegnungen und Inspiration. Die Veranstaltung findet in der Paris Expo Porte de Versailles statt und dauert genau diesen Zeitraum. Mehr
HANDEL NATIONAL
BaFin nimmt Zalandos Bücher unter die LupeDie BaFin prüft Zalandos Konzernabschluss 2025 und den Lagebericht, meldet Tagesschau.de. Es gebe konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen Rechnungslegungsvorschriften, konkret bei einer Transaktion rund um die About-You-Übernahme; möglicherweise habe Zalando Angaben im Anhang fehlerhaft ausgelassen. Die Aktie sackte zeitweise um bis zu 20 Prozent ab.
Google darf über gelöschte Bewertungen informieren
Google darf öffentlich einblenden, wie viele Bewertungen ein Unternehmen im Vorjahr nach Beschwerden löschen ließ, wie Haendlerbund.de berichtet. Ein Unternehmer sei mit seinem Eilantrag gegen diese Anzeige vor dem OLG Köln gescheitert (Az. 15 W 55/26). Die Angabe sei sachlich richtig, zumal der Kläger selbst mehrere Löschungen wegen „Diffamierung“ erwirkt habe. Das Transparenzinteresse wiege schwerer als sein Geheimhaltungsinteresse; auch das Datenschutzrecht begründe keinen Löschanspruch.
Deutschland will gegen Ultra-Fast-Fashion vorgehen
Deutschland, Frankreich und die Niederlande verlangen ein koordiniertes EU-Vorgehen gegen Ultra-Fast-Fashion, berichtet Beck-Aktuell.de. Die Billigtextilien aus Drittstaaten ließen sich kaum recyceln und überforderten die Altkleider-Sammlung. Deutschland wolle die Ökodesign-Verordnung schärfer ausgestalten und die Hersteller über eine erweiterte Verantwortung an den Entsorgungskosten beteiligen.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon USA setzt am Prime Day 26,4 Mrd. Dollar um
Die amerikanischen Online-Käufer gaben am viertägigen Prime Day über 26,4 Mrd. Dollar aus, ein Plus von 9,3 Prozent, berichtet Reuters.com. Einen wichtigen Schub hätten höhere Steuerrückerstattungen gegeben, die in diesem Jahr um 11,1 Prozent auf durchschnittlich 3.462 Dollar gestiegen sein. Trotzdem schrumpfte der durchschnittliche Bestellwert auf 47,66 Dollar.
Französische Behörden eröffneten eine Vorermittlung zu verdächtigen Vinted-Inseraten und meldeten diese an die Meldestelle Pharos, berichtet Fashionunited.com. Virale Posts auf Tiktok, Instagram, Reddit und X hätten Spielzeug-Anzeigen mit Alters- und Größenangaben sowie vierstelligen Preisen als angebliche Codes für Kinderhandel gedeutet. Vinted habe nach interner Prüfung für diese These keine Belege gefunden; die Altersangabe verweise auf das empfohlene Alter für die Benutzung des Spielzeugs und nicht auf das Alter eines zu erwerbenden Kindes.
StockX öffnet den Flohmarkt für gebrauchte Sneaker
StockX startet mit „Listings“ einen Peer-to**-Peer-Marktplatz für gebrauchte Sneaker und Kleidung**, meldet Fashionunited.com. Damit entstehe neben kuratierter Neuware und dem für diesen Sommer geplanten Live-Shopping ein dritter Kanal in der App und im Web. Eine KI-Fotoanalyse, gespeist aus zehn Jahren eigener Daten, erlaube das Einstellen in Sekunden – zum Start gebührenfrei. Außerdem solle der Anbieter den vollen Verkaufspreis erhalten.
Walmarts Wette auf Shoppable TV
Walmart übernimmt das französische Werbe-Startup Vibe.co für 1,4 Mrd. Dollar, berichtet Pymnts.com. Damit werde der 2024 gekaufte TV-Hersteller Vizio zur eigenen Werbe- und Streaming-Plattform: Auf dessen vorinstalliertem TV-System liefe Shoppable TV. Über Vibe könnten auch kleine Händler ohne Agentur Kampagnen buchen, Walmart Connect gleiche Einblendungen mit echten Käufen ab. Das Werbe-Geschäft des Konzerns sei um 37 Prozent gewachsen, bleibe aber deutlich hinter Amazons 70 Mrd. Dollar zurück.
Stitch Fix: KI zieht dem Selfie neue Looks an
Stitch Fix erweitert seine KI-Plattform Vision um eine virtuelle Anprobe, meldet Retail-News.de. Über die Funktion „See it on me“ lade man ein Selfie hoch und sehe empfohlene Outfits am eigenen digitalen Abbild. Die erzeugten Bilder sammelten sich in einer Galerie, die als wachsende Stilbibliothek Kaufentscheidungen stütze und zugleich den Griff zu bereits vorhandenen Kleidungsstücken fördere.
Nike erwägt, chinesischen Distributoren ab Januar 2027 den Online-Verkauf seiner Produkte zu untersagen, um Kunden in eigene Shops zu lenken, berichtet Frontofficesports.com. Analysten mehrerer Banken halten das für einen Fehlgriff: Nikes Schwäche in China – zehn Prozent Umsatzminus, Marktanteilsverluste an Anta und On – sei ein Produkt-, kein Vertriebsproblem. Bis zu eine Mrd. Dollar Umsatz stünden auf dem Spiel.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Gutscheinkarten: Jährliches Wachstum von 12,5 Prozent
Laut der Studie „Giftcards Reloaded“ von Knistr kletterte der Umsatz von Gutscheinkarten 2023 bis 2025 um jährlich 12,5 Prozent. Der absatzstärkste Monat sei der Dezember, denn fast die Hälfte der Deutschen verschenkten zu Weihnachten Gutscheinkarten oder Bargeld. Die durchschnittliche Aufladung liege branchenübergreifend bei 58 Euro, allerdings gebe über die Hälfte beim Einlösen mehr aus als den Kartenwert. 55 Prozent der online gekauften Karten würden im Laden eingelöst.
Ein Drittel der deutschen Internetnutzer setzt bereits KI-Funktionen beim Online-Shopping ein, zitiert Mobiflip.de eine Mastercard-Studie der GfK. 74 Prozent erwarteten, dass sich KI-Agenten im E-Commerce durchsetzen. Vorteile sähen 58 Prozent bei Preisvergleich, Qualitätsbewertung und Verfügbarkeitsprüfung, gut die Hälfte auch bei automatisierten Zahlungen. Entscheidend für den Durchbruch seien Kontrolle, Sicherheit und Transparenz – ohne Vertrauen kein autonomer Einkaufsassistent.
Australiens Teenager: 85 Prozent scrollen weiter
Australiens Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige zeigt drei Monate nach Start kaum Wirkung, berichtet Engadget.com. Mehr als 85 Prozent hätten Tiktok, Instagram & Co. weitergenutzt, obwohl zwei Drittel auf Alterskontrollen gestoßen seien, so eine Studie der University of Newcastle. Die häufigste Form der Kontrolle sei immer noch die freiwillige Altersangabe, doch im Notfall würden die Teenager einfach Fake-Accounts oder fremde Konten verwenden. So hätte sich die Zahl der 12- bis 13-Jährigen auf sozialen Medien durch das Gesetz praktisch nicht verändert.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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