
Buchhändler warten auf Endspurt
Diese Woche soll es richtig brummen, hoffen die Buchhändler. Denn in diesem Jahr warten viele Deutschen offenbar bis zur letzten Minute mit dem Buchkauf. Ken Folletts neuer Roman ist unterdessen der Kassenschlager.
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Diese Woche soll es richtig brummen, hoffen die Buchhändler. Denn in diesem Jahr warten viele Deutschen offenbar bis zur letzten Minute mit dem Buchkauf. Ken Folletts neuer Roman ist unterdessen der Kassenschlager.

Musik und Video haben es vorgemacht, nun kommt auch das Online-Geschäft mit Büchern in Schwung. Die IFA präsentiert viele neue Lesegeräte für das E-Book. Das allein reicht aber noch nicht aus.

Die Weltbild-Gruppe konnte ihre Umsätze im vergangenen Jahr dank des Internethandel leicht ausbauen. Nur noch die Hälfte der Erlöse erzielt der Buchhändler in seinen 500 Filialen.

Die Mayersche Buchhandlung beendet zum 1. Juli ihre Zusammenarbeit mit Zweitausendeins. Der Frankfurter Direktvertrieb hat derzeit finanzielle Probleme.

Knapp 10 Milliarden Euro beträgt der Umsatz im deutsche Buchmarkt inzwischen. Auch 2009 legten dabei vor allem die Internetbuchhändler deutlich zu.

Die deutschen Versandbuchhändler möchten mit dem Verkauf von elektronischen Büchern in den nächsten Jahren ein Umsatzplus erzielen. Gleichzeitig fürchten sie neue, mächtige Konkurrenten.

Wenn das kein Widerspruch ist: Die GfK meldete zuletzt, dass die Deutschen 2009 mehr Bücher kauften als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt bilanziert nun einen Umsatzrückgang im Buchhandel.

E-Book und Internet - der Buchhandel hat dieser Tage viel Konkurrenz zu fürchten. Thalia testet ein Konzept, das Antworten auf beide Herausforderungen geben soll.

Romane fürs Handy, Sachbücher für elektronische Lesegeräte, Literaturverfilmungen für das Smart Phone - so könnte die schöne neue Bücherwelt aussehen. Sogar die Frankfurter Buchmesse heißt anders.

Der Buchhandelsfilialist Thalia setzt auf ein neues Ladenkonzept. Die Grenzen zwischen online und stationären Handel sollen dabei aufgeweicht werden.

Der Buch-Club des Medienkonzerns Bertelsmann öffnet sich auch für Nichtmitglieder. In einem Pilotprojekt sollen Lizenzausgaben in drei Filialen frei verkauft werden, allerdings ohne Rabatte.

Weltbild plant einen drastischen Stellenabbau. Schon zum Ende Juni soll jede fünfte Stelle beim Buchhändler wegfallen. Die Kunden müssen dann mit Selbstbedienung vorlieb nehmen.