
Kauflaune der Deutschen steigt weiter
Die Deutschen konsumieren lieber als angesichts niedriger Zinsen zu sparen. Auch im Rest Europas hellen sich die Wirtschaftsaussichten so langsam auf, meldet die GfK.
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Die Deutschen konsumieren lieber als angesichts niedriger Zinsen zu sparen. Auch im Rest Europas hellen sich die Wirtschaftsaussichten so langsam auf, meldet die GfK.

Der stabile Arbeitsmarkt und die Mini-Zinsen befeuern die Kauflust. Doch der Handel spürt davon wenig, das Weihnachtsgeschäft ist eine herbe Enttäuschung. Der HDE geht mit moderaten Erwartungen ins Neue Jahr.

"Der Einzelhandel ist keine Wachstumsbranche", hatte Stefan Genth einst gesagt. Damit liegt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland richtig. Denn die ersten Schätzungen über die Umsätze 2013 fallen mager aus.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts trüben die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Demnach war der Start ins letzte Quartal für den Einzelhandel ernüchternd.

Der Einzelhandelsumsatz legte im September gegenüber dem Vorjahresmonat leicht zu, und das Konsumklima bleibt stabil freundlich. Doch die Große Koalition könnte die gute Stimmung trüben.

"Wir haben keinen Grund zum Klagen", heißt es vom Einzelhandelsverband angesichts der guten Verbraucherstimmung. Doch spürbare Umsatzanstiege können die Händler nicht verzeichnen.

Der deutsche Einzelhandel hat sich im Juli zumindest im Jahresvergleich stark entwickelt - vor allem dank gestiegener Umsätze mit Lebensmitteln.

Es gibt schon Ökonomen, die bezweifeln schon den angeblichen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Grund dafür sind die vergleichsweise bescheidenen Umsätze des Einzelhandels im Juni (aktualisiert).

Die Einzelhandelsbranche hat sich im Mai besser geschlagen als Volkswirte vorhergesagt hatten, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Sparen ist so unbeliebt wie lange nicht mehr. Zudem werden die Aussichten auf höhere Löhne immer besser: Bei den Deutschen sitzt das Geld momentan locker, sagen Konsumforscher.

Viele Verbraucher in Europa verkneifen sich derzeit größere Anschaffungen. Der tägliche Konsum wird aber kaum eingeschränkt. Trotz steigender Preise für schnelldrehende Güter steigt deren Absatz wieder.